Praktikum in einem Behindertenheim

Zu Hause half Simon Bahibi seiner Mutter, die Bienenstöcke, einige Hühner und auch einen Garten in dem sie anbauten, hatte. Bahibi besuchte in Eritrea noch die Schule als er floh. Im sogenannten Sommerservice machte er ein Praktikum in einem Behindertenheim in Eritrea, welches ihm sehr gefiel.Im Juli 2007 hätte er die zwölfjährige Schulzeit abgeschlossen. Doch noch bevor dies eintraf flüchtete er. Er flog über Umwege und kam im September 2007 in der Schweiz an.

Elf Monate vergehen schnell

Die Bearbeitung seines Gesuches dauerte elf Monate. «Ich wollte einen Beruf ausüben», sagt Bahibi. Auch ihm war in dieser Zeit vom Kanton Aargau ein Berufsverbot auferlegt. «Zum Glück waren es nur elf Monate und elf Monate vergehen schnell», schätzt er sich glücklich über die relativ kurze Dauer des Asylantrages. In dieser Zeit konnte er zudem an vier Tagen die Woche einen Deutschkurs besuchen. Und viel der restlichen Zeit widmete er der Vertiefung der Sprache.

Wieder ein Praktikum

Deutsch lernt er weiterhin und besucht Kurse in der Migros-Club Schule in Baden. Ansonsten arbeitet er. In der Schürmatt-Stiftung in Zezwil macht er seit August dieses Jahres ein Praktikum als Behindertenbetreuer. Wie schon in Eritrea gefällt es ihm mit geistig- und körperlich Behinderten zu arbeiten. «Ich hoffe auch, dass ich in der Behindertenbetreuung weiterarbeiten kann», sagt Bahibi. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. So habe man ihm gesagt, dass er eine Ausbildungsstelle erhalte wenn er fliessend Hochdeutsch spreche. «Also ist mein Plan dort noch einmal ein Jahr als Praktikant zu arbeiten, damit mein Deutsch besser wird.»

Zwei Wochen Ferien am Stück sind zu viel

«Ich kann das nur für mich sagen, aber für mich ist einfach klar, dass man arbeiten muss», meint Simon Bahibi. Es sei auch einfach verschieden, ob man selbstständig sei oder nicht. «Man fühlt sich einfach anders und es ist ein grosser Unterschied zu einer Abhängigkeit.»Als er zwei Wochen Ferien am Stück hatte wurde ihm langweilig. Dann wollte er wieder arbeiten. «Ich will nicht so lange herumsitzen. Das ist mir zu langweilig.» Die Leitung weiss nun, dass er jeweils nur eine Woche Ferien am Stück will.