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Tanz und Talent am Flüchtlingstag

Leute lachen, Kinder schreien, doch mitten drin sitzt einer still. Es ist ein tibetischer Mönch der mit stoischer Ruhe und höchste Präzision Namen mit kalligraphischer Schrift auf Papier bannt. Auch er kam als Flüchtling in die Schweiz und präsentierte nun in Muri sein Handwerk. Denn das Thema des diesjährigen Flüchtlingstages war Arbeit. 

Alles ausser ihr Talent

Zäme läbe Freiamt und das Netzwerk Asyl Aargau hatten zum nationalen Flüchtlingstag ein farbenfrohes Fest organisiert. Unter dem Motto „sie liessen alles zurück ausser ihr Talent“ zeigten verschiedene Flüchtlinge ihr Handwerk. Unter anderem auch ein Weber sowie ein Schneider, der auf einer alten Nähmaschine mit Fussantrieb arbeitete. Weiter baute ein eritreerischer Flüchtling ein traditionelles Saiteninstrument aus Abfallholz, das dann im Laufe des Abends auch eingesetzt wurde. 

Group Yongu

Musikalisch wurde der Flüchtlingstag von afrikanischen Trommeln untermalt. Beim Auftritt von der «Group Yongu» aus Stetten, durften sich auch die Zuschauer beteiligen. Mit dem bunten Gemisch von Teilnehmern entstand so ein vielschichtiger Rhythmus, der immer mehr Publikum anlockte. Unter der Anleitung einer senegalesischen Profitänzerin konnten sich die Besucher auch noch im traditionellen Tanz üben

Groupe-Alafia

Später begeisterte die Togolesische Musikgruppe «Groupe-Alafia», mit ihrem urtümlichen Tänzen, Rhythmen und Kostümen. Es gelang ihr ungeheure Lebensfreude aufs Publikum überspringen zu lassen.

Ausstellung

Abgerundet wurde der Flüchtlingstag mit einer Ausstellung, die verschiedene Flüchtlinge porträtierte. Ziel war aufzuzeigen, dass es sich um Individuen handelt, die Talente und Träume hatten und ihren Bezug zu Arbeit aufzuzeigen.

Und natürlich kulinarische Höhenflüge

Als krönender Abschluss durften die mehr als hundert Besucher ein reichhaltiges Buffet geniessen. Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Tibet und vieler anderer Länder hatten liebevoll Speisen aus ihrer Heimat zubereitet. So war das essen nicht nur einfach gut, sondern eine wahre globale Entdeckungsreise.

Noch einige Impressionen, die wir nicht vorenthalten wollen